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Chronik

Aus der Geschichte des Musikvereins

Man schrieb das Jahr 1921. Der 1. Weltkrieg war vorbei, doch die Wunden, die er dem deutschen Volk geschlagen hatte, waren noch nicht verheilt. Da jedoch das Leben weitergehen musste und sich alles wieder langsam normalisierte, ging eine Hand voll junger Männer daran, eine Möglichkeit zu suchen, sich musikalisch zu betätigen. Bis Mai 1921 war Altheim ohne jegliche Musik.
Die Anregung, etwas zu unternehmen, gab der Musiker Xaver Hermanutz sen. Die Gründung des Musikverein Altheim selbst bewerkstelligten Xaver Hermanutz jun., Karl Hermanutz und Eugen Gläsle. Zu diesen drei gesellten sich dann Anton Jäggle, August Keimer, Albert Weiler, Klemens Traub und Karl Dangel. Der Entschluss, eine Musikkapelle zu gründen, fiel in der damaligen Zeit bestimmt nicht leicht, zumal keinerlei Geld zur Verfügung stand. Lediglich 2 Instrumente waren noch aus der Zeit vor dem Krieg vorhanden. Neu angeschafft wurden 4 Trompeten und 2 Tenorhörner.  (Dies bedeutete eine für damalige Verhältnisse enorme Investition von 1.870,- Mark, wobei das Geld von den einzelnen Musikern teilweise selbst aufgebracht wurde und der Rest von 1.350,- Mark von Max Jäggle als Darlehen zur Verfügung gestellt wurde.
Als 1. Dirigent wurde Oberlehrer Segmiller beigezogen. Als Honorar, welches in Geld nicht festgelegt wurde, erhielt er von jedem einzelnen Lebensmittel. Aus Gesundheitsrücksichten musste er jedoch dieses Amt bald wieder aus der Hand geben. Aus demselben Grund musste auch Albert Weiler sich von seinen Kameraden trennen. Als Ersatz für ihn trat Georg Schmid ein. Die Kapelle war nun wieder vollzählig, hatte aber keinen Dirigenten. Notgedrungen wandte man sich an den früheren Regimentsmusiker Josef Käser aus Binzwangen, der dieses Amt mit voller Energie und Kraft übernahm.
Nun ging es wieder frisch an die Arbeit und oft mussten die Musikanten 3- bis 4-mal in der Woche bei Wind und Wetter nach Binzwangen zur Probe fahren - mit dem Fahrrad versteht sich.
Im Januar 1923 wurde Xaver Hermanutz aus Altheim als Stellvertreter für Josef Käser bestimmt. Im Laufe der Jahre traten immer wieder Änderungen in der Besetzung der Kapelle ein. Im Jahre 1923/1924 konnte sich die Kapelle wegen verschiedener Streitigkeiten nur noch mit Ach und Krach halten. Mit Max Schölldorf, Fridolin Voggel, Bernhard Selg und Franz Bea stabilisierte sich die Spielfähigkeit im Jahre 1924 und konnte am 15. März zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auftreten. Im Laufe der Zeit schaffte man sich eine Pauke an, die von Karl Haid geschlagen wurde. Nun war die Kapelle in guter Besetzung und Konzerte und andere öffentliche Darbietungen bereicherten das Gemeindeleben. Der Höhepunkt in dieser Zeit war das Auftreten beim Preisspielen in Bad Buchau in der Kategorie Marschmusik, wobei ein 1. Preis mit 72 Punkten erreicht und ein Pokal an Altheim überreicht wurde.
Im Jahre 1929 nahmen Xaver Hermanutz an Stelle von Josef Käser das Dirigentenamt und Karl Buck das Vorstandsamt ein. Unter der Leitung von Dirigent Xaver Hermanutz hatte die Musikkapelle Altheim wohl die größten Höhepunkte zu verzeichnen. Wie aus dem Protokoll zu ersehen ist, hatte Xaver Hermanutz für ein harmonisches Zusammenwirken der Kapelle gesorgt. Der folgende Zeitungsbericht krönt die Tätigkeit seiner langjährigen Dienstzeit als Dirigent.

Soweit der Originalbericht aus der VERBO – Riedlinger Zeitung, heute „Schwäbische Zeitung“ aus dem Jahr 1934.

So gab es also in der Geschichte des Vereins immer wieder Höhen und Tiefen. Ältere Musiker mussten ausscheiden, dafür rückten Junge nach. Von Anfang an war der Musikverein jedoch immer kultureller Bestandteil der kirchlichen und weltlichen Gemeinde. Nachdem im September 1939 zwei Drittel der Musikanten in den 2. Weltkrieg eingezogen waren, musste der Verein allerdings vorübergehend aufgelöst werden.
Erst acht Jahre später – 9 Kameraden waren gefallen, viele waren vermisst, einige in Gefangenschaft – veranlasste Dirigent Xaver Hermanutz in einer Generalversammlung, dass die Musikkapelle wieder ins Leben gerufen wurde. Und wieder wurde mit viel Elan und Eifer eine neue Kapelle aufgebaut. Unter der neuen und gestrengen Stabführung von Josef Flur verzeichneten die Musiker in den Jahren 1949 bis 1956 große Erfolge in der Oberstufe und waren der Stolz der Gemeinde. Trotz einer guten Jugendarbeit mit 22 Zöglingen geriet der Musikverein 1964 in eine schwere Krise.

Im Jahre 1964 geriet der Musikverein Altheim in eine schwere Krise. Nach Zerwürfnissen unter den Musikern und in der Vorstandschaft legte der damalige Vorstand Roman Traub im Februar 1965 sein Amt nieder. Nach weiteren Auseinandersetzungen blieben sowohl er als auch mehrere Musiker den Proben fern und wanderten zum Teil in andere Vereine ab. Im März 1966 erklärte dann auch der seit längerer Zeit erkrankte Dirigent Josef Fluhr endgültig seinen Austritt aus der Kapelle. Bereits im Frühjahr 1965 hatte Bernhard Selg für den erkrankten Dirigenten Josef Fluhr das Dirigentenamt übernommen.

In dieser Zeit trat der damalige 2. Vorstand Rudolf Schwarz an Schriftführer Karl Renn heran und bat diesen um Mithilfe bei der Erhaltung des Vereins, der zusehends zerfiel. Karl Renn war zwar kein aktives Mitglied des Vereins, aber er war durch seine Liebe zur Blasmusik sehr daran interessiert, dass der örtliche Musikverein weiterhin existiert. Bereits im Dezember 1965 wurde durch seine Initiative der frühere Musikant Georg Haid als Vorstand gewonnen. Im folgenden Jahr ging es wieder sichtlich aufwärts. Durch Altmaterialsammlungen konnten alte Schulden beglichen und neue Instrumente angeschafft werden. Jungmusiker wurden angeworben, und es wurden wieder regelmäßig Proben abgehalten, wodurch sich die musikalische Lage im Verein wieder stabilisierte.

Leider wurde dieser Aufschwung bereits 1966 durch einen Dirigentenwechsel unterbrochen. Bernhard Selg musste sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorrübergehend niederlegen, und Vorstand Georg Haid bestellte im März 1966 den Schulrat Lukas Haug aus Riedlingen zum neuen Dirigenten. Herr Haug konnte sich jedoch nicht lange halten, da er mit der Einstudierung eigener Werke bei den Musikern auf erheblichen Widerstand stieß. Bereits im Oktober 1966 legte er sein Amt als Dirigent nieder. Schneller als eigentlich erwartet, erholte sich jedoch Bernhard Selg und konnte den Taktstock wieder in die Hand nehmen.

Während dieser Zeit kriselte es auch bei der Musikkapelle Heiligkreuztal. Nachdem der dortige Dirigent Andreas Schleicher sein Amt im Februar 1966 endgültig niederlegte und einige Musikanten in andere Vereine abwanderten, drohte auch die Musikkapelle Heiligkreutzal auseinanderzubrechen. Nachdem nun beide Musikkapellen um ihre Spielfähigkeit kämpften, nahm Karl Renn mit einigen Musikern aus Heiligkreuztal Kontakt auf. Neben dem Vorsitzenden Max Schwarz waren auch Karl Häußler und Walter Bucher seine Ansprechpartner, die er nach einigen Besprechungen davon überzeugen konnte, dass nur ein Zusammenschluss der beiden Kapellen zu einer dauerhaften Lösung der Probleme führen konnte.

Der Antrag auf einen Zusammenschluss wurde von den Altheimer Musikanten jedoch in der ersten Ausschusssitzung mit der Begründung abgelehnt, dass es besser wäre, den Musikverein Altheim aufzulösen, wenn dieser nicht aus eigener Kraft bestehen könne. Unterstützt durch Dirigent Bernhard Selg, konnte Karl Renn aber dann doch die Musikanten beider Vereine davon überzeugen, dass ein Zusammenschluss für beide Vereine die beste Lösung wäre.

Nach der Zusage aus Altheim, dass alle kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen in Heiligkreuztal in üblicher Weise wahrgenommen und die Proben abwechselnd in beiden Orten stattfinden sollen, traten die Musikanten aus Heiligkreuztal der Musikkapelle Altheim bei. Der Musikverein Heiligkreuztal blieb (bis heute) formell mit eigenem Namen und eigenem Vermögen bestehen.

Im Frühjahr 1968 fand dann die erste gemeinsame Musikprobe statt. In dieser Zeit fand auch Josef Fluhr, der in der Zwischenzeit in Daugendorf den Taktstock führte, wieder zum Musikverein Altheim und konnte von Vorstand Georg Haid wieder als Dirigent für den Musikverein Altheim gewonnen werden. Im Jahre 1969 wurde der Zusammenschluss der Musikkapellen aus Altheim und Heiligkreuztal dann perfekt, und die Gesamtkapelle trat fortan geschlossen als Musikkapelle Altheim auf.

Aus beruflichen Gründen trat Georg Haid 1968 von seinem Amt als Vorstand zurück. Sein Nachfolger wurde der vorherige Dirigent Bernhard Selg. Unter der Führung von Bernhard Selg und der Leitung von Dirigent Josef Fluhr konnte der Verein dann wieder so weit gefestigt werden, dass man 1971 das erste große Musikfest in Altheim feiern konnte. Die Durchführung des Jubiläumsfestes „50 Jahre Musikkapelle Altheim“ war eine Bewährungsprobe für die Kameradschaft und den Zusammenhalt im Verein, die vom Musikverein in der damaligen Besetzung bestens gemeistert wurde. 1972 wurde Walter Bucher zum Vorstand gewählt, der sich besonders für die 1971 gegründete Jugendkapelle einsetzte.

Im Jahre 1974 musste Walter Bucher sein Amt aus beruflichen Gründen wieder zur Verfügung stellen, und in der Generalversammlung am 07.12.1974 wurde Karl-Heinz Schneider zum neuen Vorstand gewählt. In derselben Sitzung übernahm auch Jonny Fluhr offiziell den Dirigentenstab beim Musikverein Altheim. Er war bereits im Sommer 1974 als Dirigent eingesprungen, nachdem sein Vater Josef Fluhr aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. Unter der Vereinsführung von Karl-Heinz Schneider und der Leitung von Jonny Fluhr blühte der Verein in den Folgejahren wieder richtig auf. Bereits 1975 trat der Musikverein Altheim nach 9 Jahren Pause wieder zum Wertungsspiel an und erreichte in der Mittelstufe einen ersten Rang mit Auszeichnung. Im Jahre 1976 wurde eine neue Uniform angeschafft, die das äußere Bild des Vereines lange Zeit prägte. Für den Verein war es ein besonderes Glück, zwei so fähige Männer an die Vereinsspitze zu bekommen, die den Verein wieder derart festigten und zu einer leistungsfähigen und starken Gemeinschaft formten. Der wohl größte musikalische Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Mitwirkung bei der Priesterweihe von Wolfgang Schneck 1981 in Rom. Mit Karl-Heinz Schneider und Jonny Fluhr arbeiteten auch der 1971 gewählte Kassier Roland Hermanutz und die Schriftführer Heinrich Knobelspies (bis 1986) und Wolfgang Schwab in der Vorstandschaft mit. In der Vereinsführung hatte sich so mit den Jahren ein leistungsfähiges Team gebildet, das sämtliche Schwierigkeiten meisterte und unter dem der Musikverein viele musikalische und organisatorische Aufgaben bewältigen konnte.

Auch die Faschingsveranstaltungen wurden in dieser sehr kreativen Phase der Vereinsgeschichte wieder neu belebt. Aus den Faschingsbällen der Musikkapelle, die in verschiedenen Gaststätten veranstaltet wurden, entwickelte sich nach und nach der „Bürgerball“, der zuerst im Saal des Gasthaus Adler, und ab 1975 in der neuen Turn- und Festhalle veranstaltet wurde. Heute ist der Bürgerball eine besondere Attraktion in der närrischen Zeit, und wird, jährlich wechselnd, einmal vom Musikverein und einmal vom Sportverein veranstaltet.

1992 stellte Karl-Heinz Schneider nach 18 Jahren aufopferungsvoller Arbeit sein Amt zur Verfügung. Er wollte den Altersunterschied zwischen der Vereinsführung und dem Großteil der Musikkameraden nicht zu groß werden lassen, und so wurde Norbert Nuxoll als sein Nachfolger gewählt. Im Mai 1995 durfte der MV Altheim in Vertretung des Blasmusik Landesverbandes Baden-Württemberg beim Landesmusikfest in Meran teilnehmen. Für die Vorträge wurde der MVA mit dem Prädikat „Mit sehr guter Leistung“ ausgezeichnet. In die Amtszeit von Nuxoll fiel auch die Ausrichtung des Kreismusikfestes 1996 in Altheim. Karl-Heinz Schneider und sein Vorstandsteam hatten eine leistungsfähige Mannschaft gebildet, die nun in der Lage war des Kreismusikfest zu stemmen. Alle Vereine der Gemeinde Altheim, die Gemeindeverwaltung und viele Einzelpersonen arbeiteten voller Eifer zusammen und so konnte das Fest mit großem Erfolg über die Bühne gehen. Im Jahr 1997 wurde dann eine neue Uniform angeschafft, in der sich der Musikverein wieder sichtlich wohlfühlte.

Norbert Nuxoll stellte 1998 sein Amt zur Verfügung und so wurde Roldan Schuler zum 1. Vorsitzenden gewählt, der seit 1995 der 2. Vorsitzender war. Roland Schuler führte den Verein mit viel Engagement und Tatkraft. Unter seiner Leitung wurde die Jugendarbeit forciert und die Ausbildung von Gruppenunterricht auf Einzelunterricht an mit spezialisierten Lehrern umgestellt. Von dieser Umstellung profitiert der Verein noch heute und kann weiterhin auf eine effektive Jugendarbeit aufbauen. Im Oktober 2000 übernahm Thomas Schäuble aus Sigmaringendorf die musikalische Leitung. Die Stabübergabe fand während des Jahreskonzertes 2001 statt. Nach 26 Jahren sehr erfolgreicher Dirigententätigkeit wurde Jonny Fluhr unter tosendem Beifall verabschiedet. Schäuble brachte seine pädagogischen Erfahrungen als Lehrer mit ein und führte die Kapelle bei anspruchsvollen Konzerten und erfolgreicher Teilnahme bei Wertungsspielen zu weiterer Hochform.

Nach 10-jähriger Amtszeit fand sich 2008 leider kein Nachfolger für Roland Schuler und so führte er den Verein kommissarisch weiter, bis im März 2009 das Trio Haase-Häußler-Hofmann gewählt wurde. Stephan Haase, Diana Häußler und Thomas Hofmann führten ab sofort den Verein zu dritt weshalb die Stelle des 2. Vorsitzenden entfiel. Im September 2008 übernahm dann Arthur Lamparter die musikalische Leitung des Vereins. Mit frischem Schwung und moderner Literatur sprach er vor allem unsere jugendlichen Musikanten an. Im Jahr 2010 wurde Diana Häußler von Bianka Haase abgelöst. Die Vereinsführung im Trio gelingt den gewählten sehr gut und so konnten weiterhin viele Höhepunkte erreicht und Feste durchgeführt werden.

Mit der Stabübergabe beim Jahreskonzert 2011 übernahm Petra Diodone die Stabführung von Arthur Lamparter. Unter Ihrer Leitung spielten wir im Oktober 2011 dem damaligen Papst Benedikt XVI ein Ständchen auf dem Petersplatz. Auch unter der Leitung von Petra Diodone nahm der Verein erfolgreich an Wertungsspielen teil und unterhielt seine Gäste mit anspruchsvoller, wie auch unterhaltsamer Blasmusik bei Konzerten und Festen.

Seit Juni spielt der Musikverein Altheim nun unter der Leitung von Bernd Marquart aus Uttenweiler. Auch er hat wieder seine ganz eigenen Vorstellungen von guter Blasmusik und formt die Kapelle nach seinen Vorstellungen, nicht ohne große Zustimmung und Spielfreude der Musikanten. Zusammen mit unserem Vorstandtrio Stephan Haase, Thomas Hofmann und Bianka Haase hat sich wieder ein starkes Team gebildet das den Verein zu großer Anerkennung in der Gemeinde, wie auch in der näheren Umgebung führt.

Auch unsere Ausflüge - immer mit musikalischen Auftritten verbunden - zählen zu den Höhepunkten im Vereinsleben. So ging es 2006 unter der fachkundigen Führung der Familie Haase nach Weimar zum Zwiebelmarkt, 2007 nach Sevenich in die Heimat unserer Kameradin Diana Häußler und 2010 nach Fiss in Tirol zum Platzkonzert im Restaurant BergDiamant in 2.400m Höhe und umwerfendem Panoramablick.

Neben den Auftritten mit traditioneller und moderner Unterhaltungs- und Konzertmusik übernimmt der Musikverein auch die Ausrichtung des Herbstfestes und jedes zweite Jahr die Veranstaltung des Bürgerballs und Kinderball am Rosenmontag und jedes zweite Jahr die musikalische Umrahmung der Generalversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Riedlingen in Altheim. Unsere Fördervereine richten das Brotfest der Firma Häußler aus und veranstalten die Partys für die Jugendlichen.

Vom 29.09.-04.10.2011 machten wir uns anlässlich unseres 90-jährigen Vereinsjubiläums zusammen mit der Ehemaligenkapelle pünktlich zum 30-jährigen Priesterjubiläum von Wolfgang Schneck wieder auf die Reise in die ewige Stadt. Am Abend des 29. September starteten wir mit dem Bus, um gleich am nächsten Morgen unter der Führung einer fachkundigen Reiseführerin namens Istina Rom zu erkunden. Nach der Begrüßung in Sankt Paul vor den Mauern wurden wir vom Kolosseum über das Forum Romanum aufs Kapitol geführt.

Auch am Samstag stand Sightseeing auf dem Programm. So führte uns heute der Weg unter anderem an der Fontana di Trevi, am Regierungsviertel und dem Pantheon vorbei zur Kirche San Ignazio, wo vor 30 Jahren die Priesterweihe von Wolfgang Schneck zelebriert wurde.

Am Sonntag schließlich trafen wir uns morgens mit Pfarrer Wolfgang Schneck, der uns ins Collegium Germanicum et Hungaricum führte, um gemeinsam die heilige Messe zu feiern. Anschließend ging es zum Petersplatz, wo wir umringt von 15.000 Pilgern verschiedener Nationalitäten zu einem Platzkonzert aufspielten. Als dann der Heilige Vater nach dem Angelusgebet sagte: „Ich begrüße besonders die Gäste aus Altheim“ und wir mit einem Tusch antworteten, war zweifellos der Tageshöhepunkt erreicht. Gerührt von den Worten des Papstes spielten wir unter der Leitung unserer Dirigenten Petra Diodone und Jonny Fluhr das Konzert zu Ende und konnten beobachten, wie sich das Fenster im päpstlichen Esszimmer während unserer Darbietung öffnete.

Weiter ging es mit dem Bus zu den Kallixtus Katakomben und nach Castel Gandolfo, wo uns Pfarrer Schneck seinen Arbeitsplatz vorstellte. Nach einer Ruhepause am abendlich stillen Albaner See fand dieser besondere Tag seinen Ausklang beim gemeinsamen Abendessen in Rocca di Papa, hoch oben in den Albaner Bergen. „Doch noch eins hab ich für Euch“ sagte Wolfgang Schneck und führte uns auf einen kleinen Berg wo uns das gigantische Rom bei Nacht zu Füßen lag. Mit diesen nicht alltäglichen Eindrücken verabschiedete sich der Jubilar von der beeindruckten Musikerschar.

Der Montag stand dann ganz im Zeichen des Vatikans. Nach einer Führung durch den Petersdom und die Vatikanischen Museen, konnten wir angefüllt mit verschiedensten Bildern, Informationen und Eindrücken wieder unsere Koffer packen, um am nächsten Morgen die lange Heimfahrt anzutreten.
Ein weiteres Schmankerl im Jubeljahr war das Kirchenkonzert am 16. Oktober 2011. Zusammen mit dem Kirchenchor, der sein 25-jähriges Bestehen feiern kann, konnten wir in einem festlichen Konzert eine Stunde lang feierlich musizieren. Dabei waren die gemeinsam dargebrachten Stücke wie „Panis Angelicus“ von Cesar Franck und Mozarts „Laudate Dominum“ sowie das „Halleluja“ aus Händels „Messias“ besondere Herausforderungen an Sänger und Musikanten, aber auch besondere Höhepunkte im Programm.

Die Ausbildung von Jugendlichen und deren Heranführung an die Blasmusik sowie die spätere Eingliederung in die aktive Kapelle war und ist eine der vorrangigen Aufgaben des Musikvereins Altheim. Wurden die Jugendlichen früher von Musikanten aus den eigenen Reihen ausgebildet, so ist dies inzwischen auch die Arbeit ausgebildeter Musiklehrer. Wie sich jeder denken kann, lassen sich die Jugendlichen –vor allem in der heutigen Zeit- nicht allein mit gutem Zureden oder der Auswahl ansprechender Musikstücke bei der Stange halten. Um bei seinen Jugendlichen den Sinn für Kameradschaft zu wecken und somit eine harmonische Gemeinschaft in dieser Gruppe zu fördern und zu halten, wurde z.B. vor zwei Wochen eine Jugendhütte mit Spaß und Spiel, aber auch mit Register- und Gesamtproben veranstaltet. Mit vielen anderen Vereinen hat der Musikverein in der heutigen, durch eine Vielzahl von Freizeitangeboten geprägten Zeit, um das Interesse der Jugend an der Blasmusik zu kämpfen und wünscht sich, dass sich auch in Zukunft immer wieder junge Menschen finden, die dieses schöne Hobby als ihre Freizeitgestaltung wählen.

Unter federführender Leitung von Manuela Rieger und Jugendleiterin Marina Grolms ist es unseren Jugenddirigenten Sebastian Fischer und Beatrice Gantert in den letzten Jahren gelungen eine motivierte und ausgeglichene Jugendkapelle zu formen und zu halten. In Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule Riedlingen werden parallel immer weiter Jugendliche ausgebildet und der Jugendkapelle zugeführt. Diese Aufbauarbeit erfordert viel Einsatzbereitschaft von den Verantwortlichen, die bisher von Manuele Rieger koordiniert und unterstützt werden.

Wie man sieht, gab es also in der 90-jährigen Geschichte des Vereins immer Höhen und Tiefen. Ältere Musiker mussten ausscheiden, dafür rückten junge nach. Es mussten Durststrecken überwunden werden, danach gab es wieder musikalische Höhenflüge.

Von Anfang an war der Musikverein immer kultureller Bestandteil der kirchlichen und weltlichen Gemeinde. Nachdem im September 1939 zwei Drittel der Musikanten eingezogen waren, musste der Verein allerdings vorübergehend aufgelöst werden.

Erst acht Jahre später – 9 Kameraden waren gefallen, viele waren vermisst, einige in Gefangenschaft – wurde der Beschluss gefasst, die Musikkapelle wieder ins Leben zu rufen. Und wieder wurde mit viel Elan und Eifer eine neue Kapelle aufgebaut, die in den Jahren 1949 bis 1956 große Erfolge in der Oberstufe verzeichnen konnte.

Die nächste Durststrecke musste in den sechziger Jahren überwunden werden. Innerhalb von 2 Jahren ging die Kapelle von 27 auf 15 Musiker zurück, sodass im Jahr 1969 auf Vorschlag des Schriftführers Renn die Musikkapellen Altheim und Heiligkreuztal zusammengelegt wurden. Unter der Leitung von Josef Fluhr zählte die Kapelle bald zu den besten im Landkreis.

Die Höhepunkte in der jüngeren Vereinsgeschichte waren zweifellos die Romfahrt 1981 zur Priesterweihe des Altheimers Wolfgang Schneck sowie 1995 die Teilnahme am Landesmusikfest in Meran als Vertreter des Landesmusikverbandes Baden Württemberg.

Aber auch unsere Ausflüge - immer mit musikalischen Auftritten verbunden - zählen zu den Höhepunkten im Vereinsleben. So ging es 2006 unter der fachkundigen Führung der Familie Haase nach Weimar zum Zwiebelmarkt, 2007 nach Sevenich in die Heimat unserer Kameradin Diana Häußler und 2010 nach Fiss in Tirol zum Platzkonzert im Restaurant BergDiamant in 2.400m Höhe und umwerfendem Panoramablick.

Die Ausbildung von Jugendlichen und deren Heranführung an die Blasmusik sowie die spätere Eingliederung in die aktive Kapelle war und ist eine der vorrangigen Aufgaben des Musikvereins Altheim. Wurden die Jugendlichen früher von Musikanten aus den eigenen Reihen ausgebildet, so ist dies inzwischen auch die Arbeit ausgebildeter Musiklehrer. Wie sich jeder denken kann, lassen sich die Jugendlichen –vorallem in der heutigen Zeit- nicht allein mit gutem Zureden oder der Auswahl ansprechender Musikstücke bei der Stange halten. Um bei seinen Jugendlichen den Sinn für Kameradschaft zu wecken und somit eine harmonische Gemeinschaft in dieser Gruppe zu fördern und zu halten, wurde z.B. vor zwei Wochen eine Jugendhütte mit Spaß und Spiel, aber auch mit Register- und Gesamtproben veranstaltet. Mit vielen anderen Vereinen hat der Musikverein in der heutigen, durch eine Vielzahl von Freizeitangeboten geprägten Zeit, um das Interesse der Jugend an der Blasmusik zu kämpfen und wünscht sich, dass sich auch in Zukunft immer wieder junge Menschen finden, die dieses schöne Hobby als ihre Freizeitgestaltung wählen.

Neben den Auftritten mit traditioneller und moderner Unterhaltungs- und Konzertmusik übernimmt der Musikverein auch die Ausrichtung des Herbstfestes und jedes zweite Jahr die Veranstaltung des Bürgerballs am Rosenmontag; unser Förderverein richtet das Brotfest der Firma Häußler aus.

Wie schon in der Gründungsphase gibt es immer wieder Wechsel in der Vereinsführung. Im Jahr 2009 bzw. 2010 wurde Roland Schuler nach 10-jähriger Tätigkeit als Vorstand durch Stephan Haase, Thomas Hofmann und Bianka Haase abgelöst.

Dieses Jahr hat Arthur Lamparter den Dirigentenstab an Petra Diodone abgegeben. Es weht nun also wieder ein frischer Wind im Verein und wir versuchten beim Wertungsspiel im Juni an alte Erfolge anzuknüpfen, was uns „mit sehr gutem Erfolg“ gelungen ist.

Vom 29.09.-04.10.2011 machten wir uns anlässlich unseres 90-jährigen Vereinsjubiläums zusammen mit der Ehemaligenkapelle pünktlich zum 30-jährigen Priesterjubiläum von Wolfgang Schneck wieder auf die Reise in die ewige Stadt.                                                  Am Abend des 29. September starteten wir mit dem Bus, um gleich am nächsten Morgen unter der Führung einer fachkundigen Reiseführerin namens Istina Rom zu erkunden. Nach der Begrüßung in Sankt Paul vor den Mauern wurden wir vom Kolosseum über das Forum Romanum aufs Kapitol geführt.                                                                                       Auch am Samstag stand Sightseeing auf dem Programm. So führte uns heute der Weg unter anderem an der Fontana di Trevi, am Regierungsviertel und dem Pantheon vorbei zur Kirche San Ignazio, wo vor 30 Jahren die Priesterweihe von Wolfgang Schneck zelebriert wurde.                                                                                                                          Am Sonntag schließlich trafen wir uns morgens mit Pfarrer Wolfgang Schneck, der uns ins Collegium Germanicum et Hungaricum führte, um gemeinsam die heilige Messe zu feiern. Anschließend ging es zum Petersplatz, wo wir umringt von 15.000 Pilgern verschiedener Nationalitäten zu einem Platzkonzert aufspielten. Als dann der heilige Vater nach dem Angelusgebet sagte: „Ich begrüße besonders die Gäste aus Altheim“ und wir mit einem Tusch antworteten, war zweifellos der Tageshöhepunkt erreicht. Gerührt von den Worten des Papstes spielten wir unter der Leitung unserer Dirigenten Petra Diodone und Jonny Fluhr das Konzert zu Ende und konnten beobachten, wie sich das Fenster im päpstlichen Esszimmer während unserer Darbietung öffnete.                                                       Weiter ging es mit dem Bus zu den Kallixtus Katakomben und nach Castel Gandolfo, wo uns Pfarrer Schneck seinen Arbeitsplatz vorstellte. Nach einer Ruhepause am abendlich stillen Albaner See fand dieser besondere Tag seinen Ausklang beim gemeinsamen Abendessen in Rocca di Papa, hoch oben in den Albaner Bergen. „Doch noch eins hab ich für Euch“ sagte Wolfgang Schneck und führte uns auf einen kleinen Berg wo uns das gigantische Rom bei Nacht zu Füßen lag. Mit diesen nicht alltäglichen Eindrücken verabschiedete sich der Jubilar von der beeindruckten Musikerschar.                                                                   Der Montag stand dann ganz im Zeichen des Vatikans. Nach einer Führung durch den Petersdom und die Vatikanischen Museen, konnten wir angefüllt mit verschiedensten Bildern, Informationen und Eindrücken wieder unsere Koffer packen, um am nächsten Morgen die lange Heimfahrt anzutreten.

Ein weiteres Schmankerl im Jubeljahr war das Kirchenkonzert am 16. Oktober 2011. Zusammen mit dem Kirchenchor, der sein 25-jähriges Bestehen feiern kann, konnten wir in einem festlichen Konzert eine Stunde lang feierlich musizieren. Dabei waren die gemeinsam dargebrachten Stücke wie „Panis Angelicus“ von Cesar Franck und Mozarts „Laudate Dominum“ sowie das „Halleluja“ aus Händels „Messias“ besondere Herausforderungen an Sänger und Musikanten, aber auch besondere Höhepunkte im Programm.

Wir sind stolz auf unsere Vereinsgeschichte und feiern mit 53 Musikern, darunter sind 24 Jungmusiker, unser Jubiläum mit einem zweitätigen Jubiläums-Herbstfest.

Seien Sie uns herzlich willkommen!!!

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